Trip zu den Lofoten

Dieses Jahr zog es uns zum ersten Mal mit dem Camper zu den Lofoten und es sollte ein recht anstrengender Trip werden, der aber auch einige schöne Eindrücke für uns bereit hielt.

 

 

Unsere erste Tour zu den Lofoten stand an und wir waren gespannt, was uns erwarten würde! Wir wollten bei Ankunft in Südnorwegen das Wetter checken und dann je nachdem erst ein wenig Zeit im Süden verbringen oder zuerst in Richtung Norden fahren.

Es sollte dann gleich hoch in den Norden gehen, was ziemlich viele lange Fahrtage bedeutete. Auf den Lofoten angekommen, wussten wir nach ein paar Tagen zu verstehen, wovor uns ein paar befreundete Norwegen-Reisende früher einmal "gewarnt" hatten. Die Landschaft ist wirklich wunderschön, aber für uns war es schwierig einen guten Rhythmus zu finden, aber der Reihe nach.

 

 

Auf geht's!

Ende Mai ging es los, der Camper wurde gepackt und wir machten uns auf den Weg, die lange Fahrt in den hohen Norden Norwegens anzutreten. Es begann gemütlich mit einer kleinen Zwischenstation in Deutschland, am Rande eines kleinen Naturschutzgebiets bei schönem Wetter.

 

 

Weiter ging die Fahrt hoch zur dänischen Küste, wo wir noch eine Nacht verbrachten, bevor es dann morgens mit der Fähre rüber nach Norwegen ging. Windige Strandlandschaften waren angesagt :-)

 

 

 

Endlich auf den Lofoten

Nach langen, langen Fahrtagen, kamen wir auf den Lofoten an und die Landschaft begeisterte uns. Wir suchten uns einen netten Campingplatz, denn mit Freistehen sah es auf den Lofoten nicht so gut aus, wie wir das von Südnorwegen her gewohnt waren.

Auf dem Campingplatz hatten wir einen schönen Stellplatz direkt am Wasser und konnten uns so einigen Vögeln widmen, bevor es dann spät abends auf zur ersten Tour gehen sollte.

 

 

 

Die Rucksäcke geschultert und steil hinauf

Los ging es zur ersten Tour! Aufgrund der Mitternachtssonne machten wir uns sehr spät auf den Weg und so standen wir nach einem ordentlich knackigen Anstieg auf dem Hoven. Ein sehr schöner Ausblick bot sich uns da und die Kameras und Drohnen wurden aus den schweren Rucksäcken herausgeholt, für ein paar schöne Aufnahmen.

 

 

Anschließend ging es wieder zurück auf den Campingplatz und so etwa um 2-3 Uhr morgens gingen wir ins Bett.

Da sich unser Frühaufsteherrhythmus aber nicht wirklich änderte, waren wir um gut 9 Uhr wieder fit und auf den Beinen. Was machen nun, mit locker 13-14 Stunden, bevor es überhaupt wieder Sinn machte, sich zu einer Tour auf den Weg zu machen?

Wir erkundeten die Karte und fanden so gut wie keine Wanderungen, auf denen wir einfach mal 3-4 Stunden Strecke machen und fotografieren konnten. Die Lofoten sind eben eine Gruppe sehr steil aufragender Berge und insofern sind eigentlich alle Touren sehr kurz und knackig steil.

Wir beschlossen den Tag zum Ausruhen zu nutzen, auch wenn uns die Zeit am Ende recht lang wurde.

Abends ging es dann erneut los, diesmal zum nächtlichen Aufstieg auf den Ytretinden.

Erneut ging es heftig aufwärts und oben ergab sich uns ein schöner Ausblick, der sich wunderbar mit der Drohne einfangen ließ.

 

 

Auch der Blick ins Detail hielt einige schöne Impressionen bereit.

 

 

Nach dem steilen Abstieg fanden wir uns wieder früh morgens zwischen 2 und 3 Uhr am Campingplatz ein, duschten leise und gingen ins Bett.

Am nächsten Tag stand ein Standortwechsel an, abends boten sich schöne Möglichkeiten, Felsenpools bei Mitternachtssonne zu fotografieren. Am Ende der Fotosession, als ich gerade wieder dabei war, mich zu verbiegen um noch irgendwie durch die bodentief aufgebaute Kamera schauen zu können, bemerkte ich eine Bewegung aus dem Augenwinkel und amüsiert stellte ich fest, dass ein paar Schafe zu Besuch kamen, um an den Pools ihren Durst zu stillen.

 

 

Nach einem erneuten Standortwechsel, fanden wir uns wieder auf dem ersten Campingplatz ein, wo wir uns die Zeit mit der Küstenlinie und den dortigen Vögeln vertrieben. Ein besonderes Erlebnis hatten wir mir einem Moorschneehuhn, an welches wir uns erfolgreich heranpirschten, so dass uns ein paar schöne Aufnahmen dieses wunderhübschen Vogels gelangen.

 

 

Auch wenn die Landschaft wunderschön war, stellten wir nach und nach fest, dass wir nicht in einen guten Rhythmus kamen, der uns zufrieden stimmte. Das wirklich gute Licht war nur zu den Nachtstunden nutzbar und für die dadurch sehr langen Tage, gab es zu wenige Wanderungen, mit denen wir uns die Zeit überbrücken konnten, jedenfalls nicht die Sorte Wanderungen, nach denen wir suchten. Auch sammelte sich durch die steilen Berge die gesamte Zivilisation an den Küstenlinien und wir hatten nicht dieses schöne Gefühl, dass wir 2019 in Norwegen hatten, wo wir jederzeit mit dem Camper in wildere und einsamere Gegenden kommen konnten. Außerdem sah die Wettervorhersage für die nächsten Tage nicht gut aus und wir malten uns aus, die langen Tage jetzt auch noch im Camper verbringen zu müssen. Dazu war klar, dass es aufgrund eines langen Wochenendes jetzt auch sehr voll werden würde, ebenfalls keine so tolle Aussicht.

 

So beschlossen wir die Reise in Richtung südliches Norwegen anzutreten, wo wir einige schöne Ecken kannten und um die Fahrt etwas interessanter zu gestalten, beschlossen wir über Schweden nach Süden zu fahren. 

 

 

Eine schöne Tour konnten wir noch auf dem Abisko-Trail machen, einem Teil des Kungsledens. Das Licht war sehr schön und die Tour tat den Beinen gut, die viel zu viele Stunden mit Fahren verbracht hatten.

 

 

Als gute-Nacht Gruß gab es dann noch einmal eine schön dramatische Lichtstimmung.

 

 

Wieder in Norwegen statteten wir Trondheim einen Besuch ab und schauten uns bei schönstem Wetter die Stadt an.

 

 

Zum Abschluss ging es noch auf eine Nacht an den Ort, an dem wir 2019 ein wunderschönes Erlebnis mit einem Polarfuchs hatten.

Leider lies sich dieser diesmal nicht blicken, dafür hatten wir den Ort für uns alleine, streiften durch die Landschaft und erfreuten uns an den kleinen Details der Landschaft und ein paar Vögeln.

 

 

 

Das Glück war uns nicht hold

Leider begann dann die Wettervorhersage erneut zu kippen. Eines Nachmittags saßen wir im Camper und besprachen, was wir nun tun sollten. Wir hatten eigentlich vorgehabt, eine längere Zeit in Norwegen zu verbringen und eine kürzere in Österreich anzuschließen, aber in den letzten Tagen und Wochen hatten wir nicht das Gefühl, Energie aufzutanken und uns zu erholen. So konnte es nicht weiter gehen.

Die Optionen waren klar. Im Süden Norwegens bleiben, die Schlechtwettertage im Camper verharren und auf besseres Wetter hoffen, aber das bedeutete vergeudete Urlaubstage, die wir auch nicht im Überfluss hatten.

Alternativ konnten wir die Reise nach Deutschland antreten und unsere Zeit in Österreich verlängern. Wir entschieden uns für letzteres, was die richtige Entscheidung gewesen sein sollte, denn wir verbrachten eine fantastische Zeit in Österreich.

 

Die Lofoten bleiben uns in guter Erinnerung, allerdings würden wir nicht mehr mit dem Camper dort hinfahren und auch nicht zur Mitternachtssonne. Das nächste Mal würden wir uns eher eine Unterkunft im Winter suchen und auf Polarlichter hoffen.

Einige schöne Eindrücke konnten wir mitnehmen und wir freuen uns, irgendwann wieder die Lofoten zu besuchen. Als nächstes wird uns Norwegen mit dem Camper wieder im Süden begrüßen dürfen!

 

Jetzt aber ging es auf den Heimweg, eine entspannte Woche zu Hause und dann weiter nach Österreich, aber das ist eine andere Geschichte :-)

 

LG Tom & Heike

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