Zum Jahreswechsel auf Texel

Nachdem unsere ursprüngliche Silvesterplanung hinfällig wurde, planten wir kurzerhand einen Kurzurlaub auf der schönen Insel Texel um dort den Jahreswechsel 2018 / 2019 zu verbringen und die Einsamkeit und Natur der bekannten Vogelinsel zu genießen.

 

 

Nach einer stressfreien Anfahrt über recht freie Autobahnen setzten wir mit der Fähre ab Den Helder nach Texel über. Vorne an Deck packten ein paar Leute Brot aus und begannen es in Stücken in die Luft zu werfen, woraufhin ein wildes Möwengerangel in der Luft begann. Das war solange lustig, bis dann auch ordentlich Vogelscheiße durch die Luft flog, woraufhin wir uns einen etwas entfernteren Platz suchten, um das Treiben zu beobachten :-D

Nach einer kurzen Fahrt über die Insel kamen wir bei unserer Unterkunft an, einer kleinen Ferienwohnung in einem ansonsten leerstehenden Hotel!

 

 

Nachdem wir uns im nahegelegenen Supermarkt für die nächsten Tage eingedeckt hatten, verbrachten wir einen schönen Silvesterabend. Leider schien es als hätten wir uns in direkter Nachbarschaft zu den Texelbewohnern mit dem größten Feuerwerksbudget niedergelassen, denn ab 21:10 ging direkt vor unserem Fenster, auf der Dachterasse gegenüber heftigste Böllerei los. Naja, Pech gehabt, trotzdem verbrachten wir einen schönen Abend.

 

Für die Nacht vom 1. auf den 2. Januar war dann starker Wind angekündigt und der machte sich auch morgens schon bemerkbar. Bei schnell ziehenden Wolken und ordentlichen Windböen, aber ansonsten schönem Wetter, machten wir uns auf den Weg zu einer Tour durch den Slufter.

 

 

Der Sand flog ordentlich und der Wind blies kräftig! Wir konnten ein bisschen Möwen im Flug fotografieren, die Vögel im Watt sowie ein paar Landschaftsdetails und Wellenmuster einfangen, während wir von den Windböen porentief freigeblasen wurden :-D

 

 

Gut durchgepustet und einigermaßen durchgefroren, beschlossen wir dann mittags zurück in die Ferienwohnung zu fahren, uns bei einem Kaffee aufzuwärmen und die nächste Tour zu planen.

Die Wahl fiel auf das Dünengebiet an der Südspitze der Insel, wo wir eine schöne, große Runde laufen konnten. Der Wind blies uns wieder ordentlich durch, aber immerhin trockneten dadurch auch unsere Klamotten schneller, nachdem wir uns unterwegs noch einen schönen Regenguss abholten.

 

 

Der dritte Tag war leider vom Wetter her ziemlich Murks. Ein ständiger Wechsel zwischen wenigen Minuten schönsten Lichts und dann wieder ordentlichen Regengüssen brachte uns dazu, eher mit dem Auto über die Insel zu fahren und auf Vogelsuche zu gehen.

Dabei konnten wir uns unter anderem die lustigen Blicke der verdutzten Schafe anschauen wenn wir ihnen was erzählten.

 

 

Die Bedingungen waren recht schwierig. Einerseits waren zwar viele Vögel unterwegs, diese aber auch extrem scheu. Selbst langsames heranrollen mit dem Auto mit ausgeschalteten Scheinwerfern löste Flucht aus. Zudem war nur manchmal ordentliches Licht da, die meiste Zeit aber krebste man irgendwo bei einer 160stel Sekunde bei 600mm Brennweite herum.

Dazu dann noch die netten Probleme mit dem Flirren der Luft, wenn man aus dem Auto heraus fotografiert. Zwischendurch wollten die Füße schon mal gewärmt werden, aber selbst wenn wir dann zum Beobachten die Heizung und den Motor ausstellten und beide Fenster öffneten, um die warme Luft aus dem Auto zu blasen, hatten wir trotzdem enorm viel Ausschuss aufgrund der unterschiedlich warmen Luft draußen und im Auto.

Den Brachvögeln kamen wir nirgends so wirklich nahe, bis plötzlich direkt am Straßenrand einer stand und von unserer langsamen Vorbeifahrt zu unbeeindruckt war, so dass wir vorsichtig näher kommen und schöne Bilder machen konnten. So läuft es eben manchmal auf Texel.

 

 

An unserem letzten Tag liefen wir noch eine schöne große Runde bei De Muy und gönnten uns zu Mittag ein leckeres Mittagessen im Paal 21, das wir nur wärmstens empfehlen können. 

 

LG Tom

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Kommentare: 2
  • #1

    Timo (Samstag, 05 Januar 2019 15:39)

    Schöne Bilder habt ihr mitgebracht. Texel ist mal notiert für einen Kurztripp ☺
    LG Timo

  • #2

    Julia (Montag, 14 Januar 2019 08:37)

    Hallo ihr zwei,

    auch von mir noch ein frohes neues Jahr :-)

    Welch schöne Bilder! Ich musste beim Lesen eures Berichts recht oft schmunzeln - vor allem ganz am Anfang bei den Möwen ;-) Der Brachvogel hat ja wirklich einen außergewöhnlichen Schnabel, ob der ihm nicht auch ab und an im Wege steht?!? Und die doofen Schafe sehen ja herzallerliebst aus.

    Viele liebe Grüße und bis bald,
    Julia