Nachdem 2025 bis zur Jahresmitte eigentlich ziemlich gut gelaufen war, ging es dann leider los mit immer mehr Vorkommnissen die eine Menge Stress mit sich brachten. Ein schwerer Fahrradsturz mit Schulterverletzung und später ein schwerer Krankheitsfall in der Familie gefolgt von eigener Krankheit saugten einiges an Energie ab und so kam es, dass wir zum Ende des Jahres hin das Gefühl hatten - wir brauchen mal ne Pause!
Zudem gab sich das deutsche Wetter dieses Jahr wieder wirklich Mühe den typischen grauen Depri-Winter zu produzieren, so dass uns bald die Idee kam, eine Woche auf La Palma zu verbringen.
Gesagt - getan!
Die Ankunft auf der Insel gestaltete sich erst einmal etwas ungewiss und holprig. Schon vor dem Abflug hatten wir gelesen, dass die Kanaren aktuell von einem schweren Sturm heimgesucht wurden und auch die Vermieterin unserer Unterkunft teilte uns via Whatsapp mit, dass die Terasse bei unserer Ankunft noch nicht nutzbar sein würde, weil sie alles sturmfest verzurren und verstauen mussten.
Uns wurde etwas mulmig als wir von ersten umgeleiteten Flügen lasen, denn auf Teneriffa zu stranden, ohne Unterkunft und erst einmal den Sturm abwarten zu müssen, um dann mit einem Folgeflug nach La Palma zu kommen, wäre jetzt nicht unbedingt das, was wir uns von einer Woche ohne Stress erwartet hatten.
Aber es blieb uns nix übrig und so ging es los auf den Flug nach La Palma. Unser Pilot hatte wohl schon eine Menge Jahre Erfahrung auf dem Buckel und nach etwa zwei Dritteln des Fluges setzte er die Passagiere über die Wetterlage in Kenntnis und darüber, was im worst case passieren würde. Er wolle aber erst einmal einen Anflug auf La Palma wagen und schauen wie es läuft, ggf. müssten wir dann eben durchstarten, aber auch für einen zweiten Anflugversuch hätte die Maschine genug Sprit, auch wenn wir dann noch nach Teneriffa müssten.
Der Anflug war schon um einiges holpriger als wir das von unseren vorherigen Besuchen kannten, aber unser Pilot hat uns trotz Sturm im ersten Versuch auf den Boden bekommen und zwar wirklich richtig gut! Dafür gab es dann sogar Applaus von den Passagieren :-)
Später erfuhren wir, dass wir die zweite Maschine waren, die auf La Palma landen konnte, nachdem der Flughafen überhaupt wieder geöffnet worden war und zudem waren wir die erste große Maschine!
Unser Urlaub schien also unter einem guten Stern zu stehen!
Wir holten unser Auto, besorgten Einkäufe und fuhren zu unserer Unterkunft, wo wir es uns erst einmal gemütlich machten.
Nachdem dies bereits unser dritter Besuch auf der Insel war, kannten wir natürlich schon viele tolle Fotospots an der Küste, aber der Norden der Insel hielt noch einige graue Flecken für uns bereit. So nutzten wir den nächsten Tag, an dem es noch sehr sehr windig war, um den Norden der Insel abzufahren und einige Küstenspots anzuschauen. Leider fanden wir nicht viele fotogene Plätze, da überall Geländer, Hütten, Bootsanlager etc. hingebaut waren. Trotzdem, für einen Sonnenaufgang hat es gereicht.
Nachdem wir bei unserem letzten Besuch auf La Palma schon einmal eine schöne Wanderung auf der Ruta de los Volcanes von Norden aus gemacht hatten, unser Versuch von Süden aus bei unserem ersten Besuch auf La Palma allerdings in heftigem Regen endete, wollten wir es jetzt noch einmal von Süden aus probieren und wir sollten Glück haben!
Schon beim Aufstieg merkten wir, dass wir über der Wolkendecke waren und ein toller Sonnenaufgang sollte uns erwarten. Tom wollte den Sonnenaufgang vom Volcán de Martín aus fotografieren, allerdings gestaltete sich der Aufstieg recht brutal und zeitraubend. Die Uhr gab bei 40% Steigung auf noch etwas anzuzeigen, weil es nicht schnell genug vorwärts ging um Werte zu berechnen, da wurde es allerdings noch immer steiler.
Letztlich kam Tom dann später als geplant auf dem Gipfel an, trotzdem war der Sonnenaufgang wunderschön!
Heike fotografierte den Sonnenaufgang von einem Standort etwas weiter unten und startete dann nach Sonnenaufgang ebenfalls den Aufstieg zum Vulkan. Dort fotografierten wir noch etwas und wanderten dann wieder zu unserem Parkplatz zurück.
Zwei Tage später brachen wir erneut zu einem Aufstieg auf die Ruta de los Volcanes auf, diesmal von El Pilar aus, also am nördlichen Ende. Diesmal starteten wir noch ein gutes Stück früher, so dass wir beim einsetzen des ersten Lichts auf dem Gipfel waren. Heike zog es zum Pico Birigoyo und Tom ging noch weiter zum Montaña la Barquita. Wieder waren wir über den Wolken, aber das Farbenspiel war noch viel beeindruckender als zwei Tage zuvor und so erlebten wir eine wirklich sehr sehr schöne Zeit und fotografierten was das Zeug hielt. Wir waren glücklich :-)
Unsere letzte Wandertour führte uns zum Cubo de La Galga und somit in dichten, wilden Wald und dort in eine Schlucht. Eine schöne Runde zu deren Ende hin uns noch ein Pärchen besonders hübscher Finken beglückte, die so speziell auf La Palma vorkommen.
Zwischendurch ging es noch zu ein paar Felsenkrabben, die auch immer wieder ein paar schöne Motive abgeben.
Zum Abschluss fuhren wir dann nochmal zum Sonnenuntergang zu Charco Verde, wo es diesmal heftigen Wellengang gab! Toms Fotospot war wohlüberlegt, sah aber vom weiter oben gelegenen Fußweg so spektakulär aus, dass einige Touristen in schadenfroher Erwartungshaltung begannen zu filmen, weil es ja sein könnte, dass die nächste Welle den Fotografen ins Meer haut. Vielen Dank auch!
Tom ist aber nicht blöd und wusste genau, was er tut und so gaben die Touristen das Filmen dann irgendwann wieder auf, als eben nichts passierte.
So ging eine sehr schöne Woche auf La Palma zu Ende und wir machten uns am nöchsten Tag auf den Weg zurück ins wunderbare Deutschland.
LG Tom



































































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